Webradio - was ist das?

Zunächst, was ist eigentlich Radio?

Radio oder Hörfunk ist ein Programm, dass

  • anhand eines Programmschemas,
  • linear bzw. zeitgleich,
  • ohne Möglichkeit der Hörer einzugreifen
  • an ein unbekanntes und großes Publikum
  • mittels Rundfunktechnik (z.B. UKW) verbreitet wird.

Diese Definition basiert auf der Spezifikation des Rundfunkstaatsvertrages. Klassischer Rundfunk muss im Gegensatz zu den meisten Webradiostationen genehmigt werden. Für die Nutzung von UKW Frequenzen gibt es strenge Auflagen.

Und was ist nun Webradio?

Webradio ist genau wie gängiger Hörfunk auch ein Programm, dass

  • anhand eines Programmschemas,
  • linear bzw. zeitgleich
  • ohne Möglichkeit der Hörer einzugreifen
  • an ein unbekanntes Publikum
  • mittels Internet sendet.

Webradio ist daher genau wie Radio auch eine Art Rundfunk – nur mit dem großem Unterschied, dass Webradios bis zu einer gewissen Größe der Hörerschaft keine Sendelizenz brauchen. So können auch kleinere Projekte einfach und schnell ihre Radioidee realisieren.


Aber ist nicht z.B. auch Spotify Radio?

Spotify ist das, was man auch als On Demand bezeichnen kann: immer nur dann, wenn jemand etwas bestimmtes hören möchte, wird es abgespielt. Der Hörer kann beliebig eingreifen, vorspulen, auswählen etc. Solche Angebote sind deshalb streng genommen kein Radio – zumindest danach, was eigentlich Rundfunk ist.

Was ist für dich Radio?

Wie muss Radio für dich klingen, damit es Radio ist? Macht nicht erst der Live-Charakter Radio aus? Ein Moderator, der jetzt in diesem Moment zu dir spricht? Ausgewählte Musik und weißt nicht, was als nächstes kommt?

Lexikon

Bitrate

Die Bitrate definiert, wie gut der Stream (das Radiosignal) klingt. Eine Bitrate wird immer in Bit pro Sekunde angegeben, z.B. 64 kbit/s. Man unterscheidet mobile und high quality Streams ( z.B. 192 kbit/s). Um den Stream flüssig hören zu können, benötigt man am Wiedergabegerät also mindestens die Bitrate, mit der der Stream gesendet wird.

Buffering

Damit der Stream bei kleinen Internetstörungen nicht sofort aussetzt, wird jeder Stream vorgeladen. Das Buffering bestimmt, wie lange der Stream ohne Internetverbindung weiterspielen würde. Immer dann wenn der Stream abrupt stoppt, muss der Buffer nachgeladen werden - z.B. wenn die Internetverbindung auf einmal abgebrochen ist.

Encoding / Format

Das Encoding / Format bestimmt die Sendeart. Was früher Mittel-, Kurz- und Langwelle war, ist heute mp3, aac, aac+ oder ogg. Das sind so genannte Encoding Formate. Gewöhnlich sind die meisten Webradiostreams im mp3 Format. Gerade mobile Streams haben eine AAC+ Encodierung.

Stream

Stream meint die Wiedergabe des Senders, quasi das Signal. Das wird stetig vom Sender verbreitet. Wenn der Stream einmal abreißt, wird aber nicht an der Stelle weiter wiedergegeben, bei der der Abbruch war, sondern der Stream springt nach vorne zum aktuell gesendeten Signal, sobald die Verbindung wieder hergestellt ist.

Wie höre ich Webradio?

web
profile
video-player

Im Browser

Jeder Webradiosender hat eine Homepage und hat dort einen Webplayer platziert:

Sollte der schlecht sein, empfehlen wir dir einfach die Player der großen Aggregator Plattformen zu nutzen, z.B.

Übrigens, du kannst solche Webplayer auch immer im Browser auf deinem Handy ganz bequem nutzen und musst dir keine Extra-Apps runterladen für ein bisschen Radiohören. Viele Sender haben auch bereits Webplayer mit mobilen Streams – also mit geringer Bitrate für unterwegs.

Mit dem Smartphone

Lad dir so genannte Aggregator Apps runter. Such dort nach einer Station, die dir gefällt und favorisiere sie. Dann hast du mit zwei Klicks auf dem Smartphone deine Webradiostation laufen. Als Beispiele haben wir hier die Apps von radio.de und tunein.com ausgewählt. Neben iOS und Android gibt es diese Apps für jede Plattform!

TuneIn Radio
TuneIn Radio
Entwickler: TuneIn Inc
Preis: Kostenlos+
TuneIn Radio
TuneIn Radio
Entwickler: TuneIn
Preis: Kostenlos+
radio.de - Der Radioplayer
radio.de - Der Radioplayer
Entwickler: radio.de GmbH
Preis: Kostenlos

Auf weiteren Geräten

Für Zuhause lohnt sich ein Internetradio. Es funktioniert ähnlich zum altbewährten Küchenradio – nur eben nicht mit UKW Antenne, sondern über das WLAN zuhause.

Folgende Internetradios solltest du dir genauer ansehen – solltest du Empfehlungen für die Liste haben, schreib uns:

Die meisten Smart-TVs oder der Amazon Firestick bieten übrigens auch die Möglichkeit, Webradio zu hören. Hol dir im jeweiligen App Store die App TuneIn / Radio.de und such dort deinen Sender.

Welches Gerät hast du meistens zur Hand?

Womit bist du am längsten und am häufigsten im Internet? Richte dir auf diesem Gerät die Möglichkeit ein, Webradio zu hören. Du möchtest deinen Webradiosender mit ins Auto nehmen? Kein Problem. Überprüfe, ob du dein Smartphone mit dem Autoradio z.B. über einen AUX Eingang (Klinke-Anschluss) verbinden kannst.

Weitere Tipps

  • Nutze für unterwegs immer den mobile Stream: das ist der Stream mit der niedrigsten Bitrate, z.B. 64 kbit/s.
  • Achte darauf, dass dein Radiosender einen Mobile Stream unter 64 kbit/s anbietet, damit der Empfang selbst bei E-Netzqualität einigermaßen funktioniert.
  • Wenn der Stream mal aussetzt, achte darauf, ob die Anzeige Buffering (Lade nach) anzeigt. Wenn nicht, starte den Stream in ein paar Minuten nochmal.

In dieser Grafik kannst du vergleichen, welches Netz du mindestens bräuchtest, um einen bestimmten Webradiostream zu hören (Quelle: Wikipedia).

Mobile_phone_standards_maximal_bit_rate

Worauf wartest du? Such dir jetzt deinen Webradiosender!

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